Der Gottesdienst in Worten und Taten: die Säulen des Islam
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1. Die 2 Glaubensbekenntnisse
Sie sind “Das Bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass
Muhammad Sein Diener und Gesandter ist”, dieses Bekenntnis ist der Schlüssel,
mit dem man Muslim wird.
Die Bedeutung von «Es gibt keinen Gott außer Allah»
1) Es gibt keinen Schöpfer in diesem Dasein, außer Allah (Gott).
2) Es gibt keinen Besitzer oder Herrscher für dieses Dasein außer Allah.
3) Es gibt keinen Anbetungswürdigeren außer Allah (Gott).

Die Bedeutung von “Und Muhammad ist Sein Diener und Gesandter”
1) befolgen, was der Gesandte befohlen hat.
2) glauben, was er berichtet hat.
3) sich von dem fernhalten, was der Gesandte verboten hat und wovor er gewarnt hat.
4) Allah nur auf die Art und Weise dienen, die von ihm vorgelebt und vorgeschrieben wurde.
2. Das Gebet

Es ist ein Mittel, mit dem der Diener eine unmittelbare Beziehung zwischen sich und seinem Schöpfer aufrechterhält. Er kommuniziert persönlich mit Ihm, bittet Ihn um Vergebung und erbittet Seine Hilfe und Rechtleitung. Fünf Gebete sind am Tag und in der Nacht zu festgelegten Zeiten zu beten, durch welche die Verbundenheit zum Schöpfer gepflegt wird. Männer beten in Gemeinschaft in den Moscheen, außer denen, die triftige Gründe haben.
Diese Gemeinschaftsgebete verstärken die Brüderlichkeit und Zuneigung
der Muslime untereinander, ungeachtet der unterschiedlichen sozialen
Zugehörigkeit; denn alle Muslime stehen vor Allah in einer Reihe nebeneinander,
beten in die gleiche Richtung, gleichzeitig, voller Hingabe und Unterwürfigkeit.
3. Die Läuterungs-Steuer (Zakaat):

Sie ist ein geringer Anteil des Besitzes, den der reiche Muslim unter bestimmten Voraussetzungen an seine armen und bedürftigen Geschwister in Islam abzugeben hat, und zwar mit voller Zufriedenheit und im Gehorsam gegenüber Allah.
Mit der Entrichtung der Zakaat bezweckt der Islam die Aufrechterhaltung der
sozialen Unterstützung und der Barmherzigkeit zwischen den Muslimen, die
Aufhebung der Armut und deren Gefahren. Mit der Zakaat werden die Herzen der
Reichen von Geiz und Gier gereinigt und die Herzen der Armen vom Hass und Neid
gegenüber den Reichen verschont.
4. Das Fasten im Ramadan

Es gibt einen Monat im Jahr, den die Muslime fasten, d.h. sich in der Zeit
von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang dem Essen, Trinken und des
Geschlechtsverkehrs enthalten. Das ist nichts Neues, das vom Islam eingeführt
wurde, sondern ein Befehl Allahs, der schon früheren Völkern vorgeschrieben war.
Allah sagt:
((Oh die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen
vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget.)) (Qur`an
2:183)
Fasten ist ein Dschihad (Auseinandersetzung) zwischen der Seele und ihren
Trieben bzw. Wünschen, womit das Mitgefühl des Muslims, seinen armen und
bedürftigen Geschwistern ihre Rechte zukommen zu lassen und ihre Bedürfnisse zu
stillen, angeregt wird.
5. Die Pilgerfahrt (Hağğ)
Es ist das Pilgern zum Hause Allahs, um gemäß dem Befehl Allahs, bestimmte Riten, an bestimmten Orten, zu bestimmten Zeiten zu vollziehen. Dies ist einmal im Leben Pflicht für jeden vernünftigen, erwachsenen Muslim, wenn er gesundheitlich und finanziell in der Lage dazu ist.

Allah sagt:
((Und Allah steht es den Menschen gegenüber zu, dass sie die Pilgerfahrt zum Hause unternehmen – (diejenigen,) die dazu die Möglichkeit haben. Wer aber ungläubig ist, so ist Allah der Weltenbewohner Unbedürftig)) (Qur`an 3:97)
Hağğ (Pilgerfahrt) ist die größte islamische Versammlung, in der Muslime aus aller Herren Länder am gleichen Ort zu einer festgelegten Zeit dem einzigen Gott dienen. Sie kleiden sich gleich und vollziehen die gleichen rituellen Handlungen, ohne Unterschied zwischen Reich und Arm, Edelmann und Bürger, Schwarz und Weiß, Araber und Nicht-Araber. Und dies ist ein Zeichen für die Brüderlichkeit zwischen den Muslimen auf der Erde.
